Welche Covermaschine passt zu mir?
Singer Professional 5
Wenn Overlock und Cover möglichst preiswert in einer Maschine stecken sollen.
Meine Empfehlungbaby lock cover stitch
Wenn du eine hochwertige reine Coverstichmaschine möchtest und bereits eine Overlock besitzt.
Komfort-Tippbaby lock Euphoria
Für Vielnäher, die regelmäßig covern und zusätzlichen Komfort schätzen.
Brauche ich überhaupt eine Covermaschine?
Eine Cover ist vor allem dann interessant, wenn du regelmäßig Kleidung aus Jersey, Sweat oder anderen elastischen Stoffen nähst. Sie erzeugt die typischen elastischen Säume, wie man sie von T-Shirts, Sweatshirts oder Sportbekleidung kennt.
Eine Cover lohnt sich besonders, wenn …
- du häufig Jersey und Sweat vernähst
- du professionelle elastische Säume möchtest
- du regelmäßig Kleidung nähst
- du bereits eine gute Nähmaschine besitzt
Du brauchst nicht zwingend eine, wenn …
du nur gelegentlich elastische Stoffe nähst. Für viele einfache Säume kann zunächst auch eine normale Nähmaschine mit Zwillingsnadel vollkommen ausreichen.
Für mich ist die Cover deshalb häufig eher die dritte Maschine im Nähzimmer – nach Nähmaschine und Overlock.
Manche Covermaschinen können kleine Diven sein
Ich sage es gerne etwas salopp: Gerade beim Covern können Stoff, Garn, Nadeln und besonders dicke Nahtkreuzungen erstaunlich großen Einfluss auf das Ergebnis haben.
Eine Maschine kann auf einem normalen Jersey wunderschön nähen und beim nächsten Projekt plötzlich deutlich mehr Aufmerksamkeit verlangen.
Deshalb ist mir bei einer Covermaschine zuverlässiges Arbeiten wichtiger als eine möglichst lange Liste zusätzlicher Funktionen.

Singer Professional 5 – viel Funktion in einer Maschine
Interessant, wenn Overlock und Cover möglichst preiswert miteinander kombiniert werden sollen.
Die Singer Professional 5 14T968DC ist keine reine Coverstitch, sondern eine Kombimaschine. Sie beherrscht verschiedene Overlockstiche und zusätzlich Coverstiche und kann je nach Stich mit zwei, drei, vier oder fünf Fäden arbeiten.
Das macht sie besonders interessant, wenn du noch keine Overlock besitzt, wenig Platz hast oder mit möglichst nur einer zusätzlichen Maschine viele Anwendungen abdecken möchtest.
Das spricht dafür
- Overlock und Cover in einem Gerät
- 2-, 3-, 4- und 5-Faden-Stiche
- Differentialtransport
- selbstregulierendes Spannungssystem
- viel Funktion fürs Geld
Das solltest du wissen
Overlock und Cover teilen sich dieselbe Maschine. Beim Wechsel zwischen den Funktionen muss entsprechend umgebaut und neu eingefädelt werden.
Wer während eines Projektes häufig zwischen Overlock und Cover wechselt, ist mit zwei getrennten Maschinen meist komfortabler unterwegs.
Hast du noch keine Overlock und möchtest mit möglichst wenig Platz und Budget sowohl overlocken als auch covern, ist die Professional 5 eine interessante Lösung. Besitzt du bereits eine gute Overlock, würde ich dagegen normalerweise eher eine separate Coverstitch dazustellen.
baby lock cover stitch – die vernünftige reine Coverstichmaschine
Für mich die interessante Wahl, wenn bereits eine gute Overlock vorhanden ist und du eine hochwertige Spezialmaschine zum Covern suchst.
Wenn du mich nach einer reinen Coverstichmaschine fragst und der niedrigste Preis nicht das wichtigste Kriterium ist, würde ich mir die baby lock cover stitch sehr genau ansehen.
Sie konzentriert sich auf genau die Aufgabe, für die sie gekauft wird: Cover- und Kettenstiche. Der Greifer lässt sich über das JetAir-System mit Luft einfädeln und der Differentialtransport hilft bei der Verarbeitung elastischer Stoffe.
Passt gut zu dir, wenn …
- du bereits eine Overlock besitzt
- du regelmäßig Kleidung nähst
- du bewusst eine reine Covermaschine möchtest
- Qualität wichtiger ist als der niedrigste Preis
Bewusst klassisch
Die cover stitch verzichtet auf einige Komfortmerkmale der deutlich teureren Euphoria.
Genau deshalb finde ich sie interessant: eine hochwertige Spezialistin, ohne dass du gleich in die höchste Preisklasse gehen musst.
Wenn bereits eine gute Overlock im Nähzimmer steht und du einfach eine richtig gute separate Covermaschine möchtest, wäre die baby lock cover stitch für mich der naheliegendste Kandidat.
baby lock Euphoria – wenn Covern zum festen Bestandteil deines Hobbys gehört
Nicht einfach nur „mehr Maschine“ – sondern vor allem deutlich mehr Komfort beim regelmäßigen Covern.
Die baby lock Euphoria würde ich nicht für jemanden empfehlen, der dreimal im Jahr einen T-Shirt-Saum covert. Dafür spielt sie preislich schlicht in einer zu hohen Liga.
Wenn du allerdings viel Kleidung nähst und die Covermaschine regelmäßig benutzt, werden ihre zusätzlichen Komfortfunktionen wesentlich interessanter.
Mehr Komfort
- automatisches Fadenzufuhrsystem
- ExtraordinAir-Greifereinfädelung
- mechanischer Nadeleinfädler
- Kniehebel
Mehr Platz
Mit einem Durchlass von rund 140 mm rechts der Nadel bietet die Euphoria deutlich mehr Arbeitsraum.
Das macht sich besonders bemerkbar, wenn Covern nicht nur am unteren T-Shirt-Saum stattfindet.
Die Euphoria näht nicht einfach „mehr Cover“ als eine klassische Covermaschine. Der Aufpreis steckt für mich vor allem in Arbeitsraum, Einfädelkomfort und Bedienkomfort. Wenn die Maschine sehr häufig läuft, kann genau das den Unterschied machen.
Die drei Empfehlungen im direkten Vergleich
Nicht jede dieser Maschinen soll dasselbe können. Genau deshalb würde ich die Auswahl weniger nach „gut, besser, am besten“ betrachten, sondern danach, welche Lösung zu deinem Nähalltag passt.
| Singer Professional 5 | baby lock cover stitch | baby lock Euphoria | |
|---|---|---|---|
| Bauart | Overlock + Cover | reine Cover | reine Cover |
| Meine Einordnung | Preis-/Platzlösung | meine klassische Empfehlung | Komfort-Empfehlung |
| Ideal, wenn … | noch keine Overlock vorhanden ist | eine gute Overlock bereits vorhanden ist | du sehr häufig coverst |
| Wechsel Overlock/Cover | Umbau erforderlich | nicht nötig | nicht nötig |
| Greifereinfädelung mit Luft | nein | ja | ja |
| Arbeitsraum | klassisch | klassisch | extra groß |
| Preisniveau | € | €€ | €€€ |
Covermaschine oder Kombimaschine (Coverlock)?
Zwei getrennte Maschinen
Wenn genügend Platz vorhanden ist, bevorzuge ich persönlich eine separate Overlock und eine separate Covermaschine.
- beide bleiben fertig eingerichtet
- schneller Wechsel beim Nähen
- kein Umbau während des Projekts
- für Vielnäher komfortabler
Eine Kombimaschine
Eine Kombimaschine hat trotzdem ihre Berechtigung. Besonders dann, wenn Platz oder Budget begrenzt sind.
- nur ein Gerät notwendig
- geringerer Platzbedarf
- preislich interessant
- dafür Umbau zwischen Overlock und Cover
Mein persönliches Fazit
Wenn bereits eine gute Overlock im Nähzimmer steht, würde ich persönlich fast immer eine separate Covermaschine bevorzugen. Beide Maschinen bleiben fertig eingerichtet und man kann während eines Projektes einfach wechseln.
Eine Kombimaschine wie die Singer Professional 5 hat für mich vor allem dann ihre Berechtigung, wenn Preis oder Platz entscheidend sind.
Bei einer reinen Coverstichmaschine würde ich wiederum lieber etwas mehr Wert auf zuverlässiges Arbeiten und eine gute technische Basis legen. Genau deshalb landen die baby lock cover stitch und die Euphoria bei meinen persönlichen Empfehlungen weit vorne.
Und trotzdem gilt: Eine Coverstich ist ein Stück Luxus. Eine gute Nähmaschine ist die Basis, eine Overlock für viele Kleidungsnäher die erste Ergänzung – und die Cover kommt dann, wenn du feststellst:
Ja, genau diese professionellen elastischen Säume möchte ich regelmäßig haben.
– Fred Lange
Nähmaschinenprofi
Häufige Fragen zu Covermaschinen
Was ist der Unterschied zwischen Overlock und Coverstitch?
Eine Overlock näht, versäubert und schneidet die Stoffkante in einem Arbeitsgang. Eine Covermaschine schneidet den Stoff nicht ab. Sie wird hauptsächlich für elastische Säume, Einfassungen und dekorative Covernähte eingesetzt.
Brauche ich überhaupt eine Covermaschine?
Nicht zwingend. Wenn du allerdings viel Kleidung aus Jersey, Sweat oder anderen elastischen Stoffen nähst und regelmäßig professionelle elastische Säume möchtest, kann eine Covermaschine eine sehr sinnvolle Ergänzung sein.
Covermaschine oder Coverlock – was ist besser?
Wenn genügend Platz vorhanden ist, bevorzuge ich persönlich eine separate Overlock und Covermaschine. Beide bleiben fertig eingerichtet und können während eines Projektes sofort benutzt werden. Eine Kombimaschine ist dagegen interessant, wenn Platz oder Budget begrenzt sind.
Kann ich mit einer normalen Nähmaschine covern?
Eine echte Covernaht lässt sich mit einer normalen Nähmaschine nicht vollständig nachbilden. Mit einer Zwillingsnadel kann man optisch einen ähnlichen Saum erzeugen, die Stichbildung auf der Rückseite unterscheidet sich jedoch von einer echten Covernaht.
Warum empfehle ich bei reinen Covermaschinen baby lock?
Gerade beim Covern sind für mich Stichbildung, Stofftransport und eine möglichst unkomplizierte Bedienung wichtiger als eine lange Ausstattungsliste. Wer regelmäßig covert und eine hochwertige Spezialmaschine sucht, sollte sich die baby-lock-Covermaschinen meiner Meinung nach deshalb genauer ansehen.
Was ist der Unterschied zwischen baby lock cover stitch und Euphoria?
Die baby lock cover stitch ist die klassischere reine Covermaschine mit JetAir-Lufteinfädelung des Greifers. Die Euphoria bietet zusätzlich unter anderem automatische Fadenzufuhr, ExtraordinAir-Einfädelung, Nadeleinfädler, Kniehebel und einen deutlich größeren Arbeitsraum. Sie richtet sich deshalb vor allem an Vielnäher, die zusätzlichen Komfort möchten.
Ist die Singer Professional 5 eine reine Covermaschine?
Nein. Die Singer Professional 5 ist eine Kombimaschine. Sie kann sowohl verschiedene Overlockstiche als auch Coverstiche nähen. Beim Wechsel zwischen den Betriebsarten muss die Maschine entsprechend eingerichtet werden.
Noch nicht sicher, welche Maschinen du wirklich brauchst?
Eine Covermaschine ist nur eine von mehreren Maschinenarten rund ums Nähen. In meinen weiteren Ratgebern erkläre ich dir, welche Maschine welche Aufgabe übernimmt.
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